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Leistungen - Strahlenbelastung und Strahlendosis.
Wenn bei Ihnen eine Röntgen-, CT- oder nuklearmedizinische Untersuchung geplant
ist, möchten Sie sicherlich wissen, ob Sie sich wegen der Strahlenbelastung
Sorgen machen müssen.
Es gilt dabei der Grundsatz:
So wenig Dosis wie möglich, nur so viel wie unbedingt notwendig.
Oder
Der beste Strahlenschutz ist die Vermeidung von Röntgenstrahlen.
Wenn eine Strahlenuntersuchung durchgeführt werden soll, besteht dafür aus
medizinischer Sicht eine dringliche Notwendigkeit.
Dies wird als die 'rechtfertigende Indikation' bezeichnet.
D.h., der Nutzen durch die Aufnahme und eine daraus resultierende Therapie ist
deutlich größer als das Risiko durch die Strahlenbelastung.
Ohne eine rechtfertigende Indikation darf eine Röntgenuntersuchung oder
Szintigrafie nicht durchgeführt werden.
Der überweisende Arzt hat auf seinem Überweisungsschein in der Regel schon eine,
ihm angemessen erscheinende, Untersuchungsform angefordert.
Letztlich entscheidet aber der Radiologe / Nuklearmediziner über die
Durchführung des Röntgen, des CT oder der Szintigrafie. Manchmal schlagen wir
auch eine Alternative ohne Anwendung von Strahlung vor (Ultraschall, MRT).
Wie kann man das Verhältnis einer medizinischen Röntgenuntersuchung /
Szintigrafie zur natürlichen Strahlenbelastung einschätzen, der wir alle im
Laufe eines Zeitraumes ausgesetzt sind?
Das Sievert (Einheitenzeichen: Sv), benannt nach dem schwedischen Mediziner und
Physiker Rolf Sievert (1896-1966), ist die für die Strahlenbelastung verwendete
Maßeinheit. Praktisch vorkommende Werte werden in Milli- oder Mikrosievert
(mSv/µSv) angegeben.
Beim Röntgen, CT oder der Knochendichtemessung handelt es sich jeweils um
unterschiedliche angeordnete Röntgenstrahlen (engl. X-Ray).
In der nuklearmedizinischen Diagnostik kommen heutzutage fast ausschließlich
Gammastrahlen zur Anwendung.
Die natürliche Strahlenbelastung/Jahr eines Bundesbürger beträgt im Durchschnitt
3 mSv (3000 µSv). Dies ist abhängig vom Wohnort. Dieser Belastung können wir uns
nicht entziehen. Bei einem Transatlantikflug werden pro Strecke ca. 0,1 mSv (100
µSv) aufgenommen. Berufspiloten nehmen pro Jahr bis 5 mSv auf. Die zusätzliche
zivilisatorische Strahlenbelastung sollte dagegen so gering wie möglich sein. z.
B. Beim Rauchen eine Zigarette werden ca. 0,07 mSv aufgenommen.
Ungefähre effektive Dosen häufiger Röntgen-Untersuchungen und
Szintigraphien ( Angaben in mSv) (Abhängig von verschiedenen Faktoren: Größe,
Gewicht, Untersuchungsart- und -umfang):
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Röntgen
Extremitäten (Hand, Fuss)
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0,01-0,1
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Thorax
(Brustkorb)
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0,1-0,2
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Mammografie bds.
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0,6-0,8
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Röntgen Brustwirbelsäule in 2 Ebenen
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0,5-0,8
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Röntgen Lendenwirbelsäule in 2 Ebenen
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0,8-1,0
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Computertomographie
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Kopf
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2-4
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Wirbelsäule
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2-11
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Thorax (Brustkorb)
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6-10
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Bauch (Abdomen)
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10-20
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DEXA (Knochendichtemessung)
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0,01
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Nuklearmedizin (Szintigrafie)
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Schilddrüse
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0,9
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Knochen
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4,3
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Herz
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6,4
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Niere
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1,4
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Lunge
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2,2
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